Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Was das Herz begehrt und bewegt, was besprochen werden muss oder einfach nicht zu halten ist: Dies alles bitte hier abladen.

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon Ulrich » 27.03.2011, 12:33

Hier einmal ein aktueller Bericht von spiegel-online zum Thema Kernenergie in Holland und den Überlgegungen zu einem möglichen Kernkraftwerk in Eemshaven:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 54,00.html

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon stella » 27.03.2011, 12:48

Ist doch interessant zu beobachten, daß immer öfter in unmittelbarer Nähe zum Nachbarland gebaut wird.
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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon Ulrich » 27.03.2011, 15:06

Ja, ist klar, der Westwind verschont dann das eigene Land.

Ist schon irre, was entlang der deutschen Grenze an AKW steht.

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon donald » 28.03.2011, 12:36

Wie man gut an Fukushima sehen kann ist es auch egal ob das Kraftwerk 5 oder 150 Km entfernt steht. Wenn es mal schief geht dann aber richtig. Dann nützen keine Grenzen und Entfernungen mehr.
Gruß

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon Ulrich » 08.04.2011, 11:59

Gute Nachricht aus den Niederlanden - Nuon baut kein Kohlekraftwerk, aber lest selbst, was die Besorgten Borkumer Bürger BBB gerade geschrieben haben:

KEIN ZWEITES KOHLEKRAFTWERK IN EEMSHAVEN
Widerstand lohnt sich!


Heute hat NUON offiziell mitgeteilt, dass in nächster Zeit kein Kohlekraftwerk gebaut wird. NUON baut stattdessen nur das geplante Gaskraftwerk.


Damit können die BBB gut leben!
Borkum wird nun von einem zweiten KKW verschont. Wir sind gespannt, wie der Europäische Gerichtshof nun im Mai über das verbleibene Kraftwerk von RWE entscheidet.

Wir von den BBB freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit vielen Bürgern zu der Planungsänderung von NUON beigetragen haben.

Mehr Infos zum Thema am Wochenende auf der Homepage der http://www.besorgten-borkumer-buerger.de


DER WIDERSTAND GEHT WEITER - WIR LASSEN UNS NICHT VERKOHLEN!

Greenpeace NL, die BI in Emden und andere Organisationen rufen auf: Am SAMSTAG, 09.04.2011, findet im Appingedam, nahe Eemshaven, eine Demo gegen Kohlekraftwerke statt und wer mag, kann den kostenlosen Bustransfer ab Emden nutzen. Infos unter:

http://bi-saubere-luft-ostfriesland.de/ ... r-KKW.html


Vielleicht sehen wir uns in Appingedam-
eine sonniges Wochende wünscht Ihnen aus dem Borkumer Reinluftgebiet

Christian Schäfer
für die BBB

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon donald » 08.04.2011, 12:43

Das ist wirklich mal eine gute Nachricht. Auch wenn es nur ein Etappensieg ist. Dennoch freue ich mich darüber und hoffe das wir noch mehr solche Nachrichten bekommen.
Gruß

donald

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon donald » 02.05.2011, 08:32

Die Niederlande planen weiterhin ein Atomkraftwerk für Eemshaven. Der Bau könnte schon im Jahr 2015 beginnen. Auch werden die anderen Kraftwerksstandorte weiterverfolgt. So ist noch ein drittes Gaskraftwerk in Eemshaven geplant. Irgend wie habe ich den Eindruck das die bisherigen positiven Nachrichten nur dazu dienen sollten die Gegner ruhig zu stellen.

Hier sind noch zwei Zeitungsartikel zu diesem Thema:

http://www.tagesspiegel.de/politik/niederlande-anders-gepolt/4067854.html
Niederlande: Anders gepolt

Während in Deutschland über den Ausstieg aus der Atomenergie debattiert wird, planen die Holländer den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Wie läuft die Diskussion in unserem Nachbarland?

Es wäre ein unvorstellbares Szenario: Deutschland betreibt den Atomausstieg, der Staat gibt dafür eine Menge Geld aus, der Steuerzahler muss höhere Strompreise berappen, und dann ist alles doch umsonst, weil es hinter der deutschen Grenze schiefgeht mit einem Atomkraftwerk, und der Wind weht in die verkehrte Richtung.

Radioaktivität kümmert sich bekanntlich nicht um staatliche Grenzen. Ein Atomausstieg ist also nur dann wirklich sinnvoll, wenn auch die Nachbarländer mitmachen. Und die Niederlande wollen nicht aussteigen – im Gegenteil. Der niederländische Wirtschaftsminister Maxime Verhagen wiederholte in dieser Woche, das Land benötige ein zweites Atomkraftwerk und der Bau könne im Jahr 2015 beginnen.

Holland plant den Bau von zwei Meilern mit einer Leistung von 1600 Megawatt im schon bestehenden Kraftwerk Borssele. Die Laufzeit der Anlage wurde 2006 bis zum Jahr 2033 verlängert. In der Bevölkerung, die Umfragen zufolge mit einer knappen Mehrheit eigentlich gegen Kernkraft ist, lösen diese Planungen keine große Aufregung aus.

Aber haben die Holländer nichts mitbekommen von der Katastrophe im japanischen Fukushima? Das schon. Am heutigen Samstag findet zum Beispiel eine nationale Anti-Atomkraft-Demo in Amsterdam statt, die Veranstalter allerdings wollen sich nicht festlegen, wie viele Menschen ihrem Aufruf folgen werden. Aber sie bleibt eher eine Ausnahme. Neue Akw wurden in den Niederlanden seit den 1980er Jahren nicht mehr gebaut. Das Akw in Dodewaard wurde 1997 abgeschaltet, die Laufzeit des Kraftwerks in Borssele war von vornherein beschränkt. Die Bewegung schlief allmählich ein.

Das Erdbeben in Japan und die darauf folgenden Ereignisse in Fukushima haben die Öffentlichkeit in den Niederlanden nicht so aufgerüttelt wie in Deutschland. Das deutsche Moratorium für die ältesten Atommeiler wird daher eigentlich von kaum jemandem verstanden - auch die niederländische Presse reagierte ablehnend. „Panikmache“, urteilte zum Beispiel die Tageszeitung Trouw, die sich ansonsten als ökologisch ausgerichtete Zeitung profiliert.

NRC Handelsblad, die wichtigste liberale Qualitätszeitung der Niederlande, veröffentlichte auf der Meinungsseite einen Artikel unter dem Titel: „Fukushima zeigt, wie sicher Atomenergie ist“. Was da geschehen sei, sei schlimm. Doch wenn man nüchtern berechne, wie viele Tote die verschiedenen Energiequellen pro erzeugter Kilowattstunde Energie gekostet hätten, dann sei Atomkraft noch immer die sicherste Technologie, meint die Zeitung. Wasserkraft etwa sei viel gefährlicher: Als 1975 der Staudamm im chinesischen Banqiao gebrochen sei, seien 26 000 Menschen gestorben, viel mehr als die Katastrophe von Tschernobyl an Opfern gefordert habe.

Nicht alle Niederländer stimmen solchen Analysen zu, und eine knappe Mehrheit lehnt die Kernkraft ab. Aber ein Konsens über eine Energiewende, wie er sich derzeit in Deutschland herausbildet, wird es in den Niederlanden wohl so schnell nicht geben. Dafür ist die Politik momentan zu polarisiert. Die konservative Regierung ist abhängig von der Duldung durch die rechtspopulistische PVV, der Partei von Geert Wilders. Und diese verweist auf die zurückgehenden heimischen Erdgasvorkommen und profiliert sich mit dem Thema Atomenergie. Es bleibt abzuwarten, ob die Holländer ihm oder den Demonstranten in Amsterdam folgen werden.


http://www.noz.de/lokales/53839582/niederlande-planen-atomkraftwerk-an-der-emsmuendung-reichsregierung-will-reaktor-in-eemshaven-bauen-lassen
Anträge von zwei Betreibern
Niederlande planen Atomkraftwerk an der Emsmündung - Reichsregierung will Reaktor in Eemshaven bauen lassen
Eemshaven. Die niederländische Regierung hält an der Option fest, in Eemshaven an der Emsmündung ein Atomkraftwerk zu bauen. Dies hat der Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft und Innovation, Maxine Verhagen, in einem Brief an das Parlament bestätigt, meldet die niederländische Zeitung Dagblad van het Noorden.
Zwar haben die Regierung und das Parlament der Provinz Groningen sich gegen einen Atomkraftwerksbau ausgesprochen (wir berichteten), aber dies hat keine bindende Wirkung. Die niederländische Reichsregierung hatte beschlossen, zwei neue Atomkraftwerksblöcke bauen zu lassen, um den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid zu senken. Favorisiert wurde Borssele, wo der einzige nukleare Stromerzeuger des Landes steht.
Jetzt habe sich gezeigt, dass die dortige Kühlwasserkapazität anscheinend nur für zwei Kraftwerksblöcke reicht. Das geplante zweite Atomkraftwerk müsse deshalb an einem anderen Standort entstehen, und dafür bleibe Eemshaven im Gespräch, argumentiert Verhagen. Als weiterer möglicher Standort ist das Industrie- und Hafengebiet Maasvlakte bei Rotterdam benannt.
Der Regierung liegen Bauanträge von zwei Betreibern vor; es geht also um mehr als nur um Planspiele. In Eemshaven sind derzeit zwei Großkraftwerke im Bau, die beide mit Gas betrieben werden sollen. Für ein drittes Gaskraftwerk läuft das Planfeststellungsverfahren.
Energieangebot am Hafen
In Betrieb ist bereits das Stromkabel durch die Nordsee nach Norwegen, durch das Energie zu den dortigen Pumpspeicherkraftwerken geleitet werden kann und bei Bedarf wieder zurückfließt. Geplant ist auch ein Windpark in der Nordsee im Anschluss an die Anlagen nördlich von Borkum. Das Energieangebot am Hafen hat bereits zur Ansiedlung von einer Reihe von Industriebetrieben geführt. Zudem ist der niederländische Stromnetzbetreiber Tennet am Bau einer Höchstspannungsleitung von der Emsmündung durch das Emsland zum Niederrhein beteiligt.
Das Festhalten der Option für das Atomkraftwerk bedeutet für den Hafenbetreiber Groningen Seaports und die Provinz, das sie nichts planen oder unternehmen darf, was den Bau behindern könnte.
Es gibt nur ein Zugeständnis des christdemokratischen Ministers wegen der Atomkatastrophe in Japan. Bei den Planungen soll noch mehr Wert auf Sicherheit gelegt werden.
Gruß

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon Ulrich » 02.05.2011, 12:17

ergänzend noch:
http://www.contratom.de/2011/05/02/nied ... msmundung/

Niederlande plant Atomkraftwerk an der Emsmündung
2. Mai 2011

Im Schatten der Reaktorkatastrophe in Fukushima hält die niederländische Regierung an den Neubauplänen für ein Atomkraftwerk fest. Ein favourisierter Standort ist unweit der deutschen Grenze bei Emden, der Energiekonzern RWE will sich am Bau beteiligen.

Der Standort Eemshaven befindet sich an der Nordseemündung der Ems im Norden der Niederlande, nur 25km von Emden und 10km von der deutschen Grenze entfernt. Am Standort plant die niederländische Regierung den Bau eines Atomkraftwerks mit zwei Reaktorblöcken. Der deutsche Energiekonzern RWE will sich am Bau beteiligen. Es liegen nach Angaben der “Osnabrücker Zeitung” sogar schon Baupläne vor.

Die Niederlande wollen mit dem Zubau von Atomkraft die Kohlendioxidausstoss reduzieren. Erstmals seit 40 Jahren sollen deswegen wieder Atomkraftwerke errichten werden. Die niederländische Regierung begründet den radikalen Schwenk vor allem mit ausufernden Kosten: “Die Niederlande wollen die europäischen Ziele auf die kosteneffizienteste Weise erreichen”, erklärte das Wirtschaftsministerium. Subventionen für Offshore-Windkraft und Fotovoltaik zählten derzeit nicht dazu.

Die Regierung und das Parlament der Provinz Groningen haben sich gegen einen Atomkraftwerksbau ausgesprochen, was aber keine bindende Wirkung hat. Es gibt bislang lediglich ein Zugeständnis des christdemokratischen Ministers wegen der Atomkatastrophe in Japan: Bei den Planungen soll noch mehr Wert auf Sicherheit gelegt werden. Grundsätzlich bleiben die Pläne, um 2015 einen neuen Meiler zu bauen aber bestehen.

Am 20. April berichtete rp-online.de, dass sich der deutsche Energieversorger RWE mit 20 Prozent am Bau eines Kernkraftwerks in den Niederlanden beteiligen will. Für den Kraftwerksbau habe das niederländische Wirtschaftsministerium in der davorliegenden Woche den Weg frei gemacht.

Für den Neubau favorisiert wurde der Standort Borssele, wo die einzigen in Betrieb befindlichen Reaktoren des Landes stehen. Es habe sich aber gezeigt, dass die dortige Kühlwasserkapazität nur für zwei Kraftwerksblöcke ausreiche. Das geplante zweite Atomkraftwerk müsse deshalb an einem anderen Standort entstehen: Eemshaven. Als weiterer möglicher Standort ist das Industrie- und Hafengebiet Maasvlakte bei Rotterdam benannt.

“Es ist eine Farce: Deutschland steigt aus der Atomkraft aus und direkt an der Grenze soll mit Beteiligung eines deutschen Konzerns ein neues AKW gebaut werden. Die Atombranche ist sich auch nach Fukushima ihrer Zukunft sicher – die Diskussion in Deutschland wird zur scheinheilgen Farce. RWE muss durch gezielte Kampagnen von der Bevölkerung gezwungen werden, aus dem Atomgeschäft auszusteigen!” fordert Jan Becker von contrAtom.

Kampagnenwebseite Euer Nonsens ist kein Konsens – Atomkonzerne abschalten!
Webseite der niederländischen Atomkraftgegner: http://www.borssele2nee.nl/

Quellen (Auszug): Osnabrücker Zeitung, 20.04. / 02.05.2011

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon stella » 02.05.2011, 12:30

...der Energiekonzern RWE will sich am Bau beteiligen.


Ist doch klar, da gibts was zu verdienen. Am Wohl der Menschen sind die doch nicht interessiert. :(
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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon donald » 02.05.2011, 12:42

stella hat geschrieben:Ist doch klar, da gibts was zu verdienen. Am Wohl der Menschen sind die doch nicht interessiert. :(


Dafür ist die RWE in der Tat berüchtigt. Dort zählt nur der eigene Geldbeutel. Nicht umsonst haben die als einzige eine Klage gegen das Atommoratorium angestrengt. Da geht es nur um Geld und um Machterhalt. Denn hat man erst einmal die Atomkraftwerke abgeschaltet so hat dieser Konzern nicht mehr so viele Druckmittel um Mithilfe von angeblich zusammenbrechenden Netzen die Preise weiter hoch zu halten. Schließlich würde dann ein Großteil der Energie aus vielen kleinen Energiequellen kommen und die brechen nun mal nicht alle auf einmal zusammen. Vor allem aber würde durch die Vielzahl der Betreiber mehr Wettbewerb entstehen.
Gruß

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon inselfan » 07.05.2011, 13:36

ich muß sagen, ich bin entsetzt als ich das jetzt alles gelesen habe, hab erst mal aufs Datum geguckt, weil ich dachte, es ist ein Aprilscherz :shock:
alles wird gut

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon donald » 08.05.2011, 14:55

Leider ist es kein Aprilscherz. Vielmehr ist es einfach nur erschreckend wie so ein Land und solche Konzerne ohne jegliche Rücksicht ihre Anliegen durchdrücken wollen. Ich hoffe nur das der Druck groß genug werden kann um solch ein Schreckgespenst zu verscheuchen. Aber es ist schon komisch wenn man sieht das so ein Land wie die Niederlande den Strom lieber über weite Wege transportiert anstatt die Kraftwerke dort zu bauen wo auch der Strom gebraucht wird. Das zeigt doch eigentlich nur dass denen diese Kraftwerke auch nicht ganz geheuer sind.
Gruß

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon Ulrich » 30.05.2011, 11:02

Eine Info der Besorgten Borkumer Bürger (BBB):

Hier die traurige Mitteilung, dass das höchste Europäische Gericht RWE/Essent gestattet, sein Kohlekraftwerk auch in Betrieb zu nehmen.

Es könnte also realistischer werden, daß RWE als Stromkonzern mit dem geringsten Anteil regenerativer Energien nun VoRWEg geht mit dem ersten Kohle-Kraftwerk am Wattenmeer.

Verschiedene Klagen von niederländischen Organisationen laufen trotzdem weiter.

Falls Sie mehr Infos brauchen: Wir haben den aktuellen Rundbrief der Waddenvereniging (in Niederländisch) diesem Brief beigefügt.

Enttäuschte Grüsse von den
BBB




"Teleurstelling over uitspraak Hof inzake Essent Waddenvereniging blijft zich verzetten tegen vaargeulverdieping Eems"

"De Waddenvereniging is teleurgesteld over de uitspraak van het Europees Hof over de milieuvergunning van Essent. In die uitspraak wordt vandaag gesteld dat de milieuvergunning van de kolencentrale van Essent/RWE niet hoeft te worden getoetst aan de betreffende Europese regels. Essent/RWE wil voor haar centrale kolen aanvoeren in diepstekende schepen. Daarvoor is een vaargeulverdieping nodig met ernstige effecten op de natuur in de Waddenzee. De Waddenvereniging blijft strijden tegen deze aantasting van het waddengebied.

De Waddenvereniging is fel tegen de kolencentrale. “Aan de rand van ons werelderfgoed hoort geen grote nieuwe kolencentrale, er komen allerlei vervuilende stoffen in de lucht en alleen voor Essent/RWE zou de vaargeul ook nog eens verdiept moeten worden,“ aldus Ester Kuppen van de Waddenvereniging. VOPAK, een bedrijf voor grootschalige opslag van olie in de Eemshaven, zegde eerder al toe met kleinere schepen te gaan varen, zodat een vaargeulverdieping voorkomen kon worden. Ook voor de gascentrale van NUON is geen vaargeulverdieping nodig.

De Europese richtlijn voor luchtverontreiniging (2001) stelt emissieplafonds voor bepaalde stoffen. Voorlopige prognoses laten zien dat Nederland deze plafonds eind 2010 overschreden heeft. Toch mogen er volgens deze uitspraak vergunningen afgegeven worden voor vervuilende kolencentrales. De paar procent die Essent bijdraagt aan het emissieplafond is volgens het Hof te weinig om ernstige effecten te hebben. De vaargeulverdieping in de Eems heeft wel degelijk ernstige effecten op de natuur in de Waddenzee. De Eems is er nu al veel te slecht aan toe. Een extra verdieping maakt de situatie alleen maar slechter, terwijl er juist hard gewerkt moet worden aan een verbeterplan.

De Waddenvereniging blijft zich verzetten tegen deze verdieping. Er lopen nog procedures tegen de natuurvergunning van Essent/RWE en tegen diverse vergunningen voor de vaargeulverdieping."
Quelle:
http://www.waddenvereniging.nl/nieuws/? ... #item_5360

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon Ulrich » 24.08.2011, 14:38

Finanznachrichten.de vom 24.08.2011:

Den Haag stoppt RWE-Kohlekraftwerk an der Emsmündung

Der Staatsrat in Den Haag hat den umstrittenen Bau eines RWE-Kohlekraftwerkes auf der niederländischen Seite der Emsmündung gestoppt. Die höchste Gerichtsinstanz der Niederlande erklärte 2008 erteilte Bau- und Betriebsgenehmigungen für das Kraftwerk der RWE-Tochter Essent am Mittwoch für null und nichtig. Die Auswirkungen des Betriebs des Kohlekraftwerks für die Natur im Wattenmeer und auf den Watteninseln seien nicht ausreichend untersucht worden, hieß es unter anderem zur Begründung. Der Staatsrat gab damit Umweltverbänden Recht, die gegen das Bauvorhaben geklagt hatten.

Welche konkreten Folgen die Entscheidung für das Bauvorhaben hat, sei noch undeutlich, berichtete die niederländische Presseagentur ANP. An dem geplanten Kohlekraftwerk werde bereits seit drei Jahren gebaut. Es solle das größte der Niederlande werden und insgesamt 2,6 Milliarden Euro kosten. Die nun für ungültig erklärten Genehmigungen hatten seinerzeit das Haager Landwirtschafts- und Umweltministerium sowie die Provinzen Groningen und Friesland erteilt.

Im Mai waren deutsche und niederländische Umweltverbände noch vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) mit dem Versuch gescheitert, den Bau des RWE-Kohlekraftwerks zu unterbinden. Das Gericht in Luxemburg wies die Beschwerde gegen die Bau- und Betriebsgenehmigung in Eemshaven ab. Gegen mehrere geplante Kraftwerke an der Emsmündung regt sich Protest auf beiden Seiten der Grenze. Dabei hatten Umweltschützer bereits vor der Entscheidung des Staatsrates einen Etappensieg errungen./evs/bur/DP/enl

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Re: Neues Kraftwerk bei Eemshaven

Beitragvon Ulrich » 24.08.2011, 14:39

Und bild.de:

Gericht kippt Außenemsvertiefung und RWE-Kraftwerk
Mittwoch, 24. August 2011, 11:30 Uhr

Eemshaven/Emden (dpa/lni) - Der niederländische Staatsgerichtshof hat die Genehmigung für das im Bau befindliche RWE-Kohlekraftwerk auf der holländischen Seite der Emsmündung am Mittwoch gekippt. Die Auswirkungen des umstrittenen Kraftwerks auf die Umwelt unter anderem im Bereich der ostfriesischen Inseln seien ungenügend untersucht worden, urteilte das Gericht in Den Haag. Eine Revision ist nicht möglich. Der Staatsgerichtshof stoppte am Mittwoch ebenfalls die Pläne zur Vertiefung der Außenems, gegen die es etliche Klagen auch aus Deutschland gegeben hatte.


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