Petermännchen an der Nordsee

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Petermännchen an der Nordsee

Beitragvon Ammergauer » 11.08.2014, 08:49

Guten Morgen,

Spiegel Online berichtet unter Berufung auf das niederländische Nachrichtenportal AD von einem vermehrten Petermännchen-Auftreten. Berichtet wurde unter anderem von Ameland und Schiermonnikoog - beide Inseln nicht weit weg von Borkum.

Hier der spon-Bericht: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/petermaennchen-giftfische-stechen-urlauber-an-der-nordsee-a-985132.html
Hier der ad.nl-Bericht: http://www.ad.nl/ad/nl/5596/Planet/article/detail/3715365/2014/08/08/Giftige-pieterman-plaagt-badgasten-Noordzee.dhtml

Zur Erklärung: Petermännchen sind Fische, deren Rücken- und Kiemenflossen giftbewehrte Stacheln haben. Der Fisch gräbt sich im Sand in Strandnähe ein, so dass man u. U. auf ihn treten kann. Es gibt keinerlei Berichte über Todesfälle, der Stich soll allerdings schmerzhaft sein und auch allergische Reaktionen hervorrufen können.

Wurde der Fisch auch schon auf Borkum gesichtet?

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Re: Petermännchen an der Nordsee

Beitragvon Elisabeth » 12.08.2014, 13:46

Der Fisch wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder einmal auf Borkum "angetroffen" bzw vereinzelt in ihn hineingetreten. Die DLRG weiß, was zu tun ist. Sichten tut man -weil eingegraben- ihn leider nicht oder allenfalls, wenn es zu spät ist.
Kein Grund, nicht nach Borkum zu fahren.

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Re: Petermännchen an der Nordsee

Beitragvon Ulrich » 12.08.2014, 18:16

Die Watthanse hat zu den Petermännchen auf Facebook folgendes geschrieben:

"Die Medien suchen alljährlich nach irgendwelchen schockierenden Meldungen. Mir scheint es fast so, als wenn hier gezielt der Nordseetourismus attackiert werden soll. Letztes Jahr war es das Mutterkorn, das zu Tausenden seine Opfer auf dem Schlickgras suchte. In diesem Jahr ist die Küste durch das Petermännchen verseucht.

Wer sich jedoch ein wenig in der Fauna und Flora auskennt, weiß, Petermännchen gibt es an der Nordseeküste schon lange. Ebenso wie es das Mutterkorn auf dem nicht heimischen Schlickgras schon länger vorkommt. An beiden ist noch niemand gestorben.
Darum hier noch einmal für alle: Ja es gibt Petermännchen in der Nordsee und sie sind tatsächlich giftig. Aber sie sind im Normalfall keine Gefahr für den normalen Touristen.
Diese alljährlich Panikmache ist auf Dauer schädlich für die gesamte Küstenregion. Mir stellt sich die Frage ist das nur ohne Hirn geschrieben oder hat diese Panikmache Methode?"

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Re: Petermännchen an der Nordsee

Beitragvon Elisabeth » 15.08.2014, 13:27

Jetzt (gestern) findet sich auch in der Borkumer Zeitung ein ausführlicher Bericht zum angeblich "verstärkten" Auftreten der Petermännchen an der Westfriesischen Küste, allerdings glücklicherweise ohne konkrete Hinweise auf Borkumer Vorfälle.
Resumé des Artikels: der Petermännchen Stich ist recht schmerzhaft aber nicht bedrohlich. Am besten hilft: Sofort heißes Wasser (45°), dann zerfallen die Eiweißbestandteile des Gifts (also: zur DLRG oder zur nächsten Milchbude und um "Würstchenwasser" bitten).

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Re: Petermännchen an der Nordsee

Beitragvon Raverlexia » 20.05.2015, 21:48

So oft, wie ich am Strand im Wasser stehe und nach Tierchen kescher', hätt' ich ja schon längst in eins reingetreten sein müssen... Außerdem wäre das dann längst im Ausweichquartier für das neue Nordsee-Aquarium gelandet! :wink:
Moie Grööt!
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Ein Tourist landet am Deich bei zwei Ostfriesen, die mit Gummihosen bekleidet bis zu den Knien im Wasser stehen und angeln. "Können Sie vom Fischen leben?" "Och ja, nebenher dichten wir noch ein bisschen.",sagt der eine. "Lassen Sie hören!" "Wir stehen hier und angeln Barsch, uns steht das Wasser", er schaut nach unten, "bis zu'n Knien." "Das reimt sich aber nicht!" "Na warten Sie mal bis die Flut kommt!"


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